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#parteiweise: Die Grünen

 

Niklas Fritsch stellt euch anlässlich der Landtagswahlen am 6. Juni 2021 in Sachsen-Anhalt die Partei die Grünen vor.

 

 

 

 

 

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

 

Parteivorsitzende: Annalena Baerbock & Robert Habeck

Fraktionsvorsitzende Sachsen-Anhalt: Conny Lüddemann

Landesvorsitzender (LSA): Sebastian Striegel

Ziele: Eine lebenswerte Zukunft für Menschen und Umwelt in Sachsen-Anhalt

Die Spitze der Grünen (v.l.n.r.): Claudia Dalbert (2. Stellvertreterin des Ministerpräsidenten), Conny Lüddemann (Fraktionsvorsitzende), Sebastian Striegel (Landesvorsitzender)

Die letzten eineinhalb Jahre haben wahrscheinlich niemanden gutgetan. Wirtschaft und vor allem den Menschen hat die Pandemie geschadet, aber auch die Klimakrise hat gelitten. Während sich alles um Inzidenzwerte, Ausgangssperre und Rettungspakete drehte, geriet der Klimaschutz in Vergessenheit. Die Grünen wollen sich zukunftsorientiert den Folgen der Pandemie und den Aufgaben zur Bekämpfung der Klimakrise stellen. Sachsen-Anhalt soll Klimaschutzland werden; Dazu beitragen sollen nicht nur das Klimaschutzgesetz und das 1,5-Grad-Ziel von Paris, sondern auch ein insgesamt noch ambitionierterer Klima- und Naturschutz. Genauso sei die Energiegewinnung ein großer Faktor beim Thema Klima, deshalb sollen erneuerbare Energien gefördert werden. Bis 2035 sollen 100 Prozent der Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien kommen, in 14 Jahre soll Sachsen-Anhalt so also klimaneutral sein. Damit soll auch der Lebens- und Wirtschaftsstandort Sachsen-Anhalt gestärkt werden. Klimaschutz soll die Leitlinie für politischen Entscheidungen sein.

Um das Klima zu retten, müsse man auch das Ökosystem intakt halten, stärken und bewahren. Bedrohte Tierarten (wie viele Insekten) sollen geschützt werden und nachhaltige Land- und Forstwirtschaft soll gefördert werden. Der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche, der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche in Sachsen-Anhalt, soll bis 2030 auf 25 Prozent angehoben werden. Seit der Regierungsbeteiligung der Grünen im Jahre 2016, stieg der Anteil schon von 5,2 Prozent auf 9,4 Prozent. Ihr 25 Prozent-Ziel ist aber nochmal eine Nummer größer. Wälder sollen zu Mischwäldern umgestaltet werden. Erfahrungen haben gezeigt, dass Monokulturen, wie die Fichtenwälder im Harz, aufgrund der Erderwärmung, stärker von Dürrewellen betroffen und anfälliger für Parasiten (Borkenkäfer) sind. Mischwälder sind klimastabiler, da der Wald sich besser vor Bedrohungen schützen kann.

Erneuerbare Energien sollen Umwelt und der Wirtschaft helfen.

„Eine vielfältige Gesellschaft ist eine starke Gesellschaft“, ist das Motto der Sozialpolitik der Grünen. Man dürfe nicht zulassen, dass Hetze, rechte Gewalt und antidemokratische Kräfte an Macht gewinnen. Der Anschlag in Halle 2019 hat gezeigt, dass die extreme Rechte eine große Gefahr für die Gesellschaft darstellt. In Zukunft solle niemand mehr Angst haben, für seinen Glauben, seine sexuelle Orientierung, Herkunft, Hautfarbe oder sein Geschlecht, diskriminiert zu werden.

Das Land soll nicht von der Stadt abgeschottet werden, wenn es um Digitalisierung und Mobilität geht. Das Netz des öffentlichen Nahverkehres soll ausgebaut werden. Er soll vor allem für Menschen auf dem Land attraktiver und zu einer echten Alternative zum Auto werden. Außerdem soll es eine landesweite Breitbandgarantie geben, kein Dorf soll einen Standortnachteil, wegen eines schlechten Internetzugangs, haben. Auch in der Stadt soll bei Mobilität umgedacht werden. Städte sollen in Zukunft für Menschen und nicht für Autos gestaltet werden. Das heißt: Mehr Platz für bessere Fahrrad- und Fußwege, aber auch mehr 30 Zonen innerorts, zum Schutz der Fahrradfahrer und Fußgänger.

Das Land soll besser an das ÖPNV-Netz angebunden werde

Alle anderen Themen der Grünen wie die Förderung von Gesamtschulen, Unterstützung der örtlichen Polizei oder die tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter findet ihr hier im kompletten Landtagswahlprogramm.

Niklas Fritsch